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COPD im Pflegeexamen

Die COPD kommt im Examen oft als akute Exazerbation. Wichtig sind atemunterstützende Maßnahmen, Sekretmanagement und die richtige, vorsichtige Sauerstoffgabe.

Pflegesituation zum Thema COPD im Pflegeexamen

Steckbrief

Die COPD ist eine chronische, fortschreitende Atemwegserkrankung mit dauerhafter Verengung der Atemwege, meist durch langjähriges Rauchen. Sie verläuft in Stadien (GOLD).

Leitsymptome

  • chronischer, oft produktiver Husten (AHA-Symptome: Auswurf, Husten, Atemnot)
  • Belastungs- bis Ruhedyspnoe
  • verlängerte Ausatmung, Giemen und Brummen
  • eingeschränkte Belastbarkeit, Erschöpfung
  • bei Exazerbation: vermehrter, verfärbter Auswurf und Zunahme der Atemnot

Beobachtung und Überwachung

  • Atemfrequenz, Atemmuster und Einsatz der Atemhilfsmuskulatur
  • SpO2 und Zeichen der Zyanose
  • Menge, Farbe und Konsistenz des Auswurfs
  • Belastbarkeit und Atemnot bei Mobilisation
  • Bewusstseinslage (Warnzeichen CO2-Anstieg)

Pflegerische Schwerpunkte

  • Atemerleichternde Positionen (Kutschersitz, Torwartstellung) und Lippenbremse anleiten.
  • Sekretmanagement: ausreichende Hydration nach Anordnung, Inhalation, PEP-Systeme wie Acapella zur Sekretmobilisation.
  • Sauerstoffgabe nur nach ärztlicher Anordnung und kontrolliert, da eine zu hohe Gabe bei COPD die Atmung dämpfen kann.
  • Atemtraining und Mobilisation nach Belastbarkeit, mit bewussten Pausen.
  • Beratung zur Tabakentwöhnung, ohne zu belehren, und zur richtigen Inhalationstechnik.
  • Energiesparende Alltagsgestaltung und Angst bei Atemnot ernst nehmen und begleiten.

Examens-Aufgaben mit Musterlösung

1Prüfungsaufgabe 1Schwerpunkt I.1: Pflegeprozess akut und dauerhaft

Ein Patient mit COPD hat eine akute Atemnot mit produktivem Husten. Nennen Sie drei atemunterstützende pflegerische Maßnahmen und begründen Sie deren Wirkung.

Musterlösung anzeigen

Atemerleichternde Position (Kutschersitz) einnehmen lassen: die Atemhilfsmuskulatur wird unterstützt, der Brustkorb kann sich besser weiten.

Lippenbremse anleiten: der leichte Ausatemwiderstand hält die Atemwege offen und verhindert ihren Kollaps.

Sekretmobilisation durch Inhalation und PEP-System: positiver Ausatemdruck löst zähes Sekret, das dann leichter abgehustet werden kann.

Sauerstoffgabe nur kontrolliert nach Anordnung, engmaschige Beobachtung von SpO2 und Bewusstsein.

Lerntipp: Nenne bei COPD immer, dass Sauerstoff nur kontrolliert und nach Anordnung gegeben wird. Das ist ein klassischer Prüfungspunkt.

2Prüfungsaufgabe 2Schwerpunkt II.2: Beratung und Anleitung

Wie beraten Sie einen langjährigen Raucher mit COPD zur Tabakentwöhnung, ohne ihn unter Druck zu setzen?

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Beratung nach einem strukturierten Modell (5-A: Ask, Advise, Assess, Assist, Arrange), das die Autonomie wahrt.

Informieren statt belehren: den Nutzen eines Rauchstopps sachlich erklären (langsamere Verschlechterung, weniger Exazerbationen), die Entscheidung bei der Person lassen.

Konkrete Unterstützung anbieten (Nikotinersatz, Beratungsangebot) und einen Folgekontakt vereinbaren.

Lerntipp: Bei Beratungsaufgaben ist der Schlüssel: informieren und Autonomie stärken, nicht moralisch bewerten.

Schnell-Check zum Selbsttesten

4 Fragen
1

Warum wird Sauerstoff bei COPD nur kontrolliert und nach Anordnung gegeben?

Nicht ganz. Bei fortgeschrittener COPD kann eine zu hohe Sauerstoffgabe den Atemantrieb reduzieren, daher wird kontrolliert nach Anordnung dosiert und überwacht.

2

Welche Technik hält bei COPD die Atemwege beim Ausatmen offen?

Nicht ganz. Die Lippenbremse erzeugt einen leichten Ausatemwiderstand, der die Atemwege offen hält und den Kollaps verhindert.

3

Was zeigt eine akute Exazerbation der COPD typischerweise an?

Nicht ganz. Eine Exazerbation zeigt sich durch die Zunahme der Leitsymptome, vor allem mehr Atemnot, mehr Husten und vermehrten, oft verfärbten Auswurf.

4

Welche Sauerstoff-Zielsättigung wird bei fortgeschrittener COPD meist angestrebt?

Nicht ganz. Bei fortgeschrittener COPD wird meist eine Zielsättigung von rund 88 bis 92 Prozent angestrebt, um den Atemantrieb nicht zu dämpfen.

So bereitest du dich vor

  • Präge dir die atemerleichternden Positionen und die Lippenbremse ein.
  • Verstehe, warum Sauerstoff bei COPD kontrolliert gegeben wird.
  • Übe die Abgrenzung: stabile COPD gegenüber akuter Exazerbation.
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  1. 1Der Pflegeprozess als roter Faden
  2. 2Medikamente verstehen statt pauken
  3. 3Notfälle früh erkennen
  4. 4Recht und Ethik ohne Angst
  5. 5Wie dein Gehirn unter Druck lernt

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