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Herzinsuffizienz im Pflegeexamen

Die Herzinsuffizienz ist ein Dauerbrenner im schriftlichen und mündlichen Examen. Geprüft wird vor allem, ob du die Dekompensation früh erkennst und pflegerisch richtig reagierst.

Pflegesituation zum Thema Herzinsuffizienz im Pflegeexamen

Steckbrief

Bei der Herzinsuffizienz kann das Herz den Körper nicht mehr ausreichend mit Blut und damit Sauerstoff versorgen. Man unterscheidet Linksherz-, Rechtsherz- und Globalinsuffizienz.

Leitsymptome

  • Belastungs- bis Ruhedyspnoe, Orthopnoe (Atemnot im Liegen)
  • periphere Ödeme an Knöcheln und Unterschenkeln
  • rasche Gewichtszunahme durch Flüssigkeitseinlagerung
  • Nykturie, Leistungsminderung, Müdigkeit
  • gestaute Halsvenen, feuchte Rasselgeräusche bei Linksherzinsuffizienz

Beobachtung und Überwachung

  • tägliche Gewichtskontrolle zur gleichen Zeit
  • Flüssigkeitsbilanz (Ein- und Ausfuhr)
  • Atmung, SpO2 und Zeichen der Atemnot
  • Ödeme, Halsvenenstauung, Hautkolorit
  • Puls, Blutdruck und Herzrhythmus

Pflegerische Schwerpunkte

  • Tägliche Gewichtskontrolle: eine Zunahme von mehr als 2 kg in 3 Tagen ist ein Frühzeichen der Dekompensation und wird gemeldet.
  • Flüssigkeitsbilanzierung und, nach ärztlicher Anordnung, Trinkmengenbegrenzung.
  • Oberkörperhochlagerung oder Herzbettlagerung bei Atemnot zur Entlastung des Herzens.
  • Angepasste Mobilisation nach Belastbarkeit, Pausen einplanen, Überforderung vermeiden.
  • Haut- und Ödemprophylaxe, sorgfältige Hautbeobachtung an den Ödemarealen.
  • Beratung zu kochsalzbewusster Ernährung und zuverlässiger Medikamenteneinnahme.
  • Schulung im Selbstmanagement: Warnzeichen kennen, sich täglich wiegen, rechtzeitig Hilfe holen.

Examens-Aufgaben mit Musterlösung

1Prüfungsaufgabe 1Schwerpunkt I.1: Pflegeprozess akut und dauerhaft

Ein Patient mit bekannter Herzinsuffizienz hat innerhalb von drei Tagen 2,5 kg zugenommen und klagt über zunehmende Atemnot. Beschreiben Sie Ihr pflegerisches Vorgehen und begründen Sie es.

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Einschätzung: die rasche Gewichtszunahme plus zunehmende Dyspnoe spricht für eine beginnende kardiale Dekompensation mit Flüssigkeitseinlagerung.

Sofort: Oberkörper hochlagern, Atmung und SpO2 kontrollieren, beruhigen, Vitalzeichen und Ödeme erfassen, ärztliche Information veranlassen.

Weiter: Flüssigkeitsbilanz führen, Gewicht und Trinkmenge dokumentieren, Sauerstoffgabe nur nach Anordnung, engmaschige Beobachtung.

Begründung: die tägliche Gewichtskontrolle ist der empfindlichste Frühindikator, ein Anstieg von mehr als 2 kg in 3 Tagen gilt als Warnzeichen und erfordert rasches Handeln.

Lerntipp: Merke die Faustregel: mehr als 2 kg Gewichtszunahme in 3 Tagen ist ein Alarmzeichen der Dekompensation. Diese Zahl bringt in der Prüfung sicher Punkte.

2Prüfungsaufgabe 2Schwerpunkt I.5: Selbstpflege fördern und Autonomie

Wie fördern Sie die Selbstpflegekompetenz eines Menschen mit chronischer Herzinsuffizienz vor der Entlassung? Nennen Sie drei konkrete Maßnahmen mit Begründung.

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Tägliches Wiegen anleiten und ein einfaches Gewichtstagebuch einführen, damit die Person eine Dekompensation selbst früh erkennt.

Warnzeichen besprechen (zunehmende Atemnot, Ödeme, Gewichtszunahme) und einen klaren Handlungsplan vereinbaren, wann sie Hilfe holt.

Beratung zu Ernährung und Medikamenten, damit die Therapie zuverlässig weitergeführt wird. Begründung: Selbstwirksamkeit senkt nachweislich die Rate erneuter Krankenhausaufenthalte.

Lerntipp: Verknüpfe Selbstpflege immer mit einem messbaren Nutzen (weniger Wiederaufnahmen). Das hebt deine Antwort auf Examensniveau.

Schnell-Check zum Selbsttesten

3 Fragen
1

Warum wird bei Herzinsuffizienz täglich das Körpergewicht kontrolliert?

Nicht ganz. Eine rasche Gewichtszunahme zeigt eine Flüssigkeitseinlagerung an und ist das empfindlichste Frühzeichen einer kardialen Dekompensation.

2

Welche Lagerung entlastet einen Menschen mit akuter Atemnot bei Linksherzinsuffizienz?

Nicht ganz. Die Oberkörperhochlagerung senkt den venösen Rückstrom und erleichtert die Atmung, sie entlastet das insuffiziente Herz.

3

Welches Symptom passt typisch zur Rechtsherzinsuffizienz?

Nicht ganz. Bei der Rechtsherzinsuffizienz staut sich das Blut in den Körperkreislauf zurück, typisch sind periphere Ödeme und gestaute Halsvenen.

So bereitest du dich vor

  • Lerne die Unterschiede zwischen Links- und Rechtsherzinsuffizienz an den Leitsymptomen.
  • Präge dir die Alarmgrenze der Gewichtszunahme ein (mehr als 2 kg in 3 Tagen).
  • Übe, aus Beobachtungen (Gewicht, Ödeme, Atmung) eine pflegerische Konsequenz abzuleiten.
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  1. 1Der Pflegeprozess als roter Faden
  2. 2Medikamente verstehen statt pauken
  3. 3Notfälle früh erkennen
  4. 4Recht und Ethik ohne Angst
  5. 5Wie dein Gehirn unter Druck lernt

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