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Schlaganfall im Pflegeexamen

Der Schlaganfall wird im Examen über das schnelle Erkennen (FAST) und über die aktivierende Pflege in der Frührehabilitation geprüft. Beides solltest du sicher beherrschen.

Pflegesituation zum Thema Schlaganfall im Pflegeexamen

Steckbrief

Der Schlaganfall (Apoplex) ist eine plötzliche Durchblutungsstörung des Gehirns, meist durch einen Gefäßverschluss (Ischämie), seltener durch eine Blutung. Jede Minute zählt.

Leitsymptome

  • plötzliche Halbseitenlähmung oder Schwäche (Arm, Bein, Gesicht)
  • hängender Mundwinkel, einseitige Gesichtslähmung
  • Sprach- und Sprechstörungen
  • Sehstörungen, Schwindel, Gangunsicherheit
  • plötzlicher, ungewohnt starker Kopfschmerz

Beobachtung und Überwachung

  • FAST-Schema (Face, Arms, Speech, Time) zur schnellen Erkennung
  • Bewusstsein, Pupillen und Vitalzeichen
  • Schluckfähigkeit vor jeder oralen Gabe (Aspirationsgefahr)
  • Mobilität, Hautzustand und Kontinenz
  • Kommunikationsfähigkeit

Pflegerische Schwerpunkte

  • Im Verdachtsfall sofort nach FAST handeln und den Zeitpunkt des Symptombeginns festhalten, weil die Therapie zeitkritisch ist.
  • Schluckfähigkeit prüfen lassen, vor jeder oralen Gabe an die Aspirationsgefahr denken (Dysphagie-Management).
  • Aktivierende, bobath-orientierte Pflege und korrekte Lagerung der betroffenen Seite.
  • Prophylaxen konsequent: Dekubitus, Thrombose, Pneumonie, Kontrakturen und Sturz.
  • Kommunikation an Sprachstörungen anpassen, geduldig, mit einfachen Mitteln, Logopädie einbeziehen.
  • Angehörige einbeziehen, Ressourcen fördern, Selbstständigkeit Schritt für Schritt wiederaufbauen.

Examens-Aufgaben mit Musterlösung

1Prüfungsaufgabe 1Schwerpunkt I.4: Lebensbedrohliche, Krisen- und Katastrophensituationen

Sie bemerken bei einer Bewohnerin einen plötzlich hängenden Mundwinkel und eine undeutliche Sprache. Wie gehen Sie vor?

Musterlösung anzeigen

Verdacht auf Schlaganfall, sofort das FAST-Schema anwenden (Gesicht, Arme, Sprache, Zeit).

Umgehend Notruf veranlassen und den genauen Zeitpunkt des Symptombeginns dokumentieren, weil die Therapie zeitkritisch ist.

Person beruhigen, nichts zu essen oder zu trinken geben (Aspirationsgefahr), Vitalzeichen und Bewusstsein überwachen, flach bis leicht erhöht lagern nach Vorgabe.

Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes engmaschig beobachten und begleiten.

Lerntipp: FAST und die Uhrzeit des Symptombeginns sind Pflicht. Die fehlende orale Gabe wegen Aspirationsgefahr wird gern vergessen.

2Prüfungsaufgabe 2Schwerpunkt I.1: Pflegeprozess akut und dauerhaft

Nennen Sie drei Prophylaxen, die bei einem halbseitengelähmten Menschen nach Schlaganfall besonders wichtig sind, und begründen Sie sie.

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Dekubitusprophylaxe: durch die Immobilität und die gestörte Wahrnehmung der betroffenen Seite ist das Druckstellenrisiko hoch.

Pneumonieprophylaxe: bei Schluckstörung und eingeschränkter Mobilität droht eine Lungenentzündung, daher atemfördernde Maßnahmen und sicheres Schlucken.

Thrombose- und Kontrakturprophylaxe: die gelähmten Extremitäten werden bewegt und korrekt gelagert, um Gerinnsel und Gelenkversteifung zu vermeiden.

Lerntipp: Bei Immobilität immer das ganze Prophylaxen-Bündel denken und je Prophylaxe die konkrete Gefahr benennen.

Schnell-Check zum Selbsttesten

4 Fragen
1

Wofür steht das FAST-Schema beim Schlaganfall?

Nicht ganz. FAST steht für Face, Arms, Speech, Time und hilft, einen Schlaganfall schnell zu erkennen und ohne Zeitverlust zu handeln.

2

Warum wird bei Verdacht auf Schlaganfall zunächst nichts zu essen oder zu trinken gegeben?

Nicht ganz. Ein Schlaganfall kann eine Schluckstörung verursachen. Nahrung oder Flüssigkeit kann dann in die Atemwege gelangen (Aspiration), daher zunächst nüchtern lassen.

3

Was ist beim Symptombeginn eines Schlaganfalls besonders wichtig zu dokumentieren?

Nicht ganz. Der Zeitpunkt des Symptombeginns entscheidet über die möglichen Therapien, deshalb muss er genau erfasst werden.

4

Wie unterstützen Sie einen Menschen mit Dysphagie sicher bei der Nahrungsaufnahme?

Nicht ganz. Bei einer Schluckstörung wird aufrecht sitzend, in kleinen Portionen und mit Schluckkontrolle unterstützt, um eine Aspiration zu vermeiden.

So bereitest du dich vor

  • Lerne das FAST-Schema auswendig und übe, es laut anzuwenden.
  • Verstehe die Aspirationsgefahr und das Schluck-Assessment nach Schlaganfall.
  • Wiederhole das komplette Prophylaxen-Bündel bei Immobilität.
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  1. 1Der Pflegeprozess als roter Faden
  2. 2Medikamente verstehen statt pauken
  3. 3Notfälle früh erkennen
  4. 4Recht und Ethik ohne Angst
  5. 5Wie dein Gehirn unter Druck lernt

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