PraxisanleitungPflichtfortbildungMit Zertifikat

Generationenmanagement und Diversität in der Ausbildung

Generationengerechte und diversitätssensible Praxisanleitung.

8hFortbildungsstunden
4Module
16Lektionen
96,85 €Regulärer Wert

Paket Praxisanleitung mit 10 Kursen. Zugangscode sofort nach Zahlung per E-Mail.

Über diesen Kurs

Auszubildende bringen unterschiedliche Hintergründe, Erwartungen und Lernstile mit. Dieser Kurs vermittelt Strategien für die Anleitung verschiedener Generationen (Gen Z, Millennials), interkulturelle Kompetenz, Inklusion und die Förderung individueller Stärken in multiprofessionellen Teams.

Kursinhalte (4 Module)

Typisch Generation Z: die bequemste Erklärung und die teuerste

4 Lektionen · 130 Min. · Mit Quiz

Bleiben wir einen Moment in diesem Raum und schauen uns an, wer da eigentlich sitzt. Die Stationsleitung ist achtundfünfzig. Die Kollegin, die den Satz gesagt hat, ist vierundvierzig. Sie selbst sind vielleicht dreiunddreißig....

Lernziele

  • Sie zerlegen einen realen Generationen-Satz aus Ihrer eigenen Übergabe in die drei möglichen Quellen (Lebensphase, Zeitlage, Jahrgang) und weisen nach, welche Quelle die Beobachtung tatsächlich am besten erklärt.
  • Sie beurteilen an fünf eigenen Aussagen über eine Auszubildende, welche davon überprüfbare Beobachtungen sind und welche Zuschreibungen. Den Unterschied machen Sie an der Formulierung fest, nicht am Gefühl.
  • Sie analysieren an einem Fall Ihrer Station, wie Ihre eigene Erwartung Ihr Anleitungsverhalten steuert, und beschreiben die vier Stationen der Schleife, die sich daraus schließt.
  • Sie entwerfen für eine Kategorien-Aussage einer erfahrenen Kollegin eine Erwiderung von höchstens zwei Sätzen, die die Beobachtung ernst nimmt und die Zuschreibung zurückweist, ohne die Kollegin vor dem Team bloßzustellen.
  • Sie prüfen drei gängige Generationen-Behauptungen (geringere Loyalität, geringere Belastbarkeit, höherer Feedbackbedarf) gegen ihre Grundlage und begründen, warum bereits die Jahrgangsgrenze eine Setzung ist und keine Messgröße.
📄Studientext: Typisch Generation Z: die bequemste Erklärung und die teuerste55 Min.Vorschau
⚡Fachhandout zum Mitnehmen15 Min.
⚡Transferaufgaben40 Min.
✓Leistungsprüfung20 Min.

Wenn Nicken nicht Verstehen heißt: kulturelle Vielfalt am Bett

4 Lektionen · 130 Min. · Mit Quiz

In der vorigen Lerneinheit haben wir der bequemsten Erklärung den Boden entzogen. Heute nehmen wir uns die zweitbequemste vor. Sie ist gefährlicher, weil sie sich anständiger anfühlt. Wer über Generationen spottet, weiß, dass er...

Lernziele

  • Sie analysieren eine misslungene Anleitungssituation daraufhin, ob die Ursache im Sprachniveau, in der Machtdistanz oder im fehlenden Fachwissen lag, und begründen Ihre Zuordnung an drei beobachtbaren Signalen.
  • Sie beurteilen, warum die Frage „Haben Sie das verstanden?" bei hoher Machtdistanz systematisch falsche Antworten erzeugt, und ersetzen sie durch eine Rückfrage, die sich nicht mit Ja beantworten lässt.
  • Sie entwerfen für eine typische Verrichtung Ihrer Station eine Sprachbrücke, die Fachsprache, Stationsjargon und Patientensprache in drei Spalten verbindet, und füllen sie mit mindestens acht eigenen Begriffen.
  • Sie prüfen Ihre eigene Fehlerkultur an der Frage, ob eine Auszubildende, für die ein Fehlereingeständnis Gesichtsverlust bedeutet, bei Ihnen einen Fehler melden würde, und leiten daraus eine konkrete Änderung für die nächste Woche ab.
  • Sie unterscheiden an Fallbeispielen die kulturbezogene Erklärung von der individuellen und weisen jeweils nach, welche Information Ihnen fehlt, um die Frage überhaupt zu entscheiden.
📄Studientext: Wenn Nicken nicht Verstehen heißt: kulturelle Vielfalt am Bett55 Min.
⚡Fachhandout zum Mitnehmen15 Min.
⚡Transferaufgaben40 Min.
✓Leistungsprüfung20 Min.

Nicht jede lernt anders, aber jede bringt etwas anderes mit

4 Lektionen · 130 Min. · Mit Quiz

Die Behauptung dahinter trägt in der Forschung einen Namen: die Meshing-Hypothese, also die Annahme, Lernen gelinge besser, wenn die Darbietung zum Wahrnehmungstyp der Lernenden passt. Klingt einleuchtend. Wäre wichtig, wenn es...

Lernziele

  • Sie widerlegen an einem eigenen Beispiel die Annahme, eine Auszubildende sei ein visueller Lerntyp, und begründen, warum die Passung von Methode und angeblichem Typ keinen Lernvorteil erzeugt.
  • Sie erheben im Startgespräch die fünf realen Lernvoraussetzungen und leiten aus jeder Antwort eine konkrete Anpassung Ihrer Anleitung ab.
  • Sie analysieren an einer misslungenen Anleitung, ob fehlendes Vorwissen, fehlende Selbstwirksamkeit, die Fachsprache, die Lebenslage oder die Angst die Ursache war, und begründen das an beobachtbaren Signalen statt an Vermutungen.
  • Sie entwerfen für dieselbe Verrichtung zwei Anleitungswege für zwei Auszubildende mit unterschiedlichem Vorwissen, ohne die fachliche Anforderung für eine der beiden abzusenken.
  • Sie beurteilen an drei Beispielen, an welcher Stelle Differenzierung in Benachteiligung umschlägt und benennen die Trennlinie an einem Fall Ihrer Station.
📄Studientext: Nicht jede lernt anders, aber jede bringt etwas anderes mit55 Min.
⚡Fachhandout zum Mitnehmen15 Min.
⚡Transferaufgaben40 Min.
✓Leistungsprüfung20 Min.

Wenn die Kollegin die Auszubildende ausbremst

4 Lektionen · 125 Min. · Mit Quiz

Damit ist der Kern dieser Lerneinheit gesagt. Der Ärger in Ihrem Team ist echt. Er ist berechtigt. Nur ist die Erzählung, die er sich sucht, regelmäßig die

Lernziele

  • Sie unterscheiden an fünf realen Sprüchen aus Ihrer Übergabe zwischen Reibung, Grenzüberschreitung und Diskriminierung und begründen jede Einordnung am Kriterium des Merkmalsbezugs.
  • Sie entwerfen für einen abwertenden Spruch einer Kollegin eine Sofort-Reaktion von höchstens zwei Sätzen. Sie stoppt den Spruch, ohne die Kollegin vor dem Team zur Rassistin zu erklären.
  • Sie analysieren einen wiederkehrenden Generationenkonflikt in Ihrem Team und weisen den Anteil nach, den die Arbeitsbedingungen daran haben, statt den Konflikt den beteiligten Personen zuzuschreiben.
  • Sie beurteilen an einem Fall Ihrer Station, ab welchem Punkt Ihre pädagogische Zuständigkeit endet und die Fürsorgepflicht des Betriebs beginnt, und leiten den nächsten Schritt ab.
  • Sie entwickeln für Ihre Station eine Regel für den Umgang mit abwertenden Sprüchen. Sie trägt auch dann, wenn Sie selbst nicht im Dienst sind.
📄Studientext: Wenn die Kollegin die Auszubildende ausbremst50 Min.
⚡Fachhandout zum Mitnehmen15 Min.
⚡Transferaufgaben40 Min.
✓Leistungsprüfung20 Min.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert die Fortbildung "Generationenmanagement und Diversität in der Ausbildung"?
Die Fortbildung umfasst 8 Fortbildungsstunden (ca. 8 Stunden). Sie können die Inhalte flexibel in Ihrem eigenen Tempo bearbeiten.
Erhalte ich ein Zertifikat?
Ja, nach erfolgreichem Abschluss erhalten Sie ein anerkanntes Zertifikat über 8 Fortbildungsstunden. Akademie Plus Mitglieder erhalten bis zu 50% Rabatt je nach Mitgliedschaftsdauer.
Ist diese Fortbildung als Pflichtunterweisung anerkannt?
Ja. 8 Stunden, je nach Bundesland anrechenbar auf die 24 Stunden Pflichtfortbildung für Praxisanleitende (PflAPrV §4). Die Vorgaben der Länder unterscheiden sich. In Nordrhein-Westfalen werden asynchrone Selbstlernkurse nicht anerkannt. Rechtsgrundlage: PflBG §6, PflAPrV §4.
Kann ich den Kurs auch einzeln buchen?
Eine Einzelbuchung ist nicht vorgesehen. Der Wert dieses Kurses ist mit 96,85 EUR kalkuliert. Im Paket Praxisanleitung für 199 Euro erhalten Sie ihn zusammen mit 9 weiteren Kursen.