7 Fragen · mit Lösung und Erklärung

Ethik

Autonomie, Fürsorge, ethische Dilemmata und Entscheidungsmodelle. Ethische Reflexion gehört zu den mündlichen Prüfungsthemen nach PflAPrV.

1mittel

Was sind die vier bioethischen Prinzipien nach Beauchamp und Childress?

  • AAutonomie, Gerechtigkeit, Fürsorge, Schadensvermeidung
  • BEhrlichkeit, Treue, Würde, Respekt
  • CAutonomie, Benefizienz, Non-Malefizienz, Gerechtigkeit
  • DVerantwortung, Kompetenz, Vertraulichkeit, Integrität
Lösung und Erklärung

Richtig: C) Autonomie, Benefizienz, Non-Malefizienz, Gerechtigkeit

Die vier Prinzipien sind: Autonomie (Selbstbestimmung), Benefizienz (Wohltun), Non-Malefizienz (Nicht-Schaden) und Gerechtigkeit (gerechte Verteilung von Ressourcen).

2mittel

Was versteht man unter einer Patientenverfügung?

  • AEine ärztliche Verordnung zur Medikamentengabe
  • BEine schriftliche Vorausverfügung über medizinische Maßnahmen für den Fall der Einwilligungsunfähigkeit
  • CEin Vertrag zwischen Patient und Krankenhaus
  • DEine Bestätigung der Aufnahme in eine Pflegeeinrichtung
Lösung und Erklärung

Richtig: B) Eine schriftliche Vorausverfügung über medizinische Maßnahmen für den Fall der Einwilligungsunfähigkeit

Eine Patientenverfügung ist eine schriftliche Vorausverfügung, in der eine Person festlegt, welche medizinischen Maßnahmen sie im Fall der Einwilligungsunfähigkeit wünscht oder ablehnt (§ 1901a BGB).

3mittel

Was ist ein ethisches Dilemma in der Pflege?

  • AEin organisatorisches Problem auf der Station
  • BEine Situation, in der zwei oder mehr ethische Prinzipien miteinander in Konflikt stehen
  • CEin Fehler in der Pflegedokumentation
  • DEine Meinungsverschiedenheit zwischen Arzt und Pflegekraft
Lösung und Erklärung

Richtig: B) Eine Situation, in der zwei oder mehr ethische Prinzipien miteinander in Konflikt stehen

Ein ethisches Dilemma liegt vor, wenn zwei oder mehr ethische Prinzipien oder Werte in einer konkreten Situation miteinander in Konflikt stehen und keine Lösung alle Prinzipien gleichermaßen erfüllen kann.

4mittel

Was bedeutet das Prinzip der Autonomie in der Pflegeethik?

  • ADie Pflegekraft entscheidet eigenständig über die Behandlung
  • BDer Patient hat das Recht auf Selbstbestimmung über seine Behandlung
  • CDie Einrichtung bestimmt die Pflegestandards
  • DAutonomie bezieht sich auf die Unabhängigkeit des Pflegeberufes
Lösung und Erklärung

Richtig: B) Der Patient hat das Recht auf Selbstbestimmung über seine Behandlung

Das Prinzip der Autonomie (Selbstbestimmung) bedeutet, dass jeder Mensch das Recht hat, eigene Entscheidungen über seine Behandlung und Pflege zu treffen, auch wenn diese Entscheidungen der ärztlichen Empfehlung widersprechen.

5mittel

Was ist der Unterschied zwischen Sterbehilfe und Sterbebegleitung?

  • AEs gibt keinen Unterschied
  • BSterbebegleitung umfasst pflegerische Betreuung, Sterbehilfe zielt auf Herbeiführen oder Beschleunigen des Todes
  • CSterbehilfe ist nur im Krankenhaus möglich
  • DSterbebegleitung ist nur im Hospiz erlaubt
Lösung und Erklärung

Richtig: B) Sterbebegleitung umfasst pflegerische Betreuung, Sterbehilfe zielt auf Herbeiführen oder Beschleunigen des Todes

Sterbebegleitung umfasst die pflegerische, palliative und psychosoziale Betreuung sterbender Menschen. Sterbehilfe hingegen zielt auf das Herbeiführen oder Beschleunigen des Todes ab, wobei zwischen aktiver, passiver und indirekter Sterbehilfe unterschieden wird.

6mittel

Was bedeutet der Grundsatz 'primum non nocere'?

  • ADer Patient hat immer Recht
  • BZuerst einmal nicht schaden
  • CPflege steht an erster Stelle
  • DPrävention vor Therapie
Lösung und Erklärung

Richtig: B) Zuerst einmal nicht schaden

'Primum non nocere' (Zuerst nicht schaden) ist ein grundlegender ethischer Grundsatz der Medizin und Pflege. Er entspricht dem Prinzip der Non-Malefizienz nach Beauchamp und Childress.

7mittel

Wer entscheidet bei Einwilligungsunfähigkeit über medizinische Maßnahmen?

  • AImmer der behandelnde Arzt
  • BDer Betreuer bzw. Bevollmächtigte unter Beachtung einer Patientenverfügung
  • CDie Pflegekraft
  • DDie Angehörigen ohne weitere rechtliche Grundlage
Lösung und Erklärung

Richtig: B) Der Betreuer bzw. Bevollmächtigte unter Beachtung einer Patientenverfügung

Bei Einwilligungsunfähigkeit entscheidet der rechtliche Betreuer oder Bevollmächtigte. Eine vorliegende Patientenverfügung muss dabei beachtet und umgesetzt werden (§ 1901a BGB).

Tipp: Erst selbst beantworten, dann die Lösung aufklappen. So trainierst du das Abrufen unter Prüfungsbedingungen.

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