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Pflichtfortbildung Notfallsanitäter 2026: 30 Stunden, die zählen

Gesetzliche Anforderungen an die 30-Stunden-Pflichtfortbildung für Notfallsanitäter. ÄLRD-Curricula, flexible Formate und Nachweispflichten im Überblick.

DTDennis Tefett|12 Min Lesezeit|Feb 2026Kostenlos
PflichtfortbildungNotSanG30 StundenRettungsdienst
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Aus der Praxis

Notfallsanitäter Jonas hat im vergangenen Jahr seine Pflichtfortbildung erst im Dezember abgeschlossen. Drei Schichten in Folge, kaum Zeit zur Verarbeitung, und am Ende fehlte die Dokumentation für den Arbeitgeber. In diesem Jahr will er es besser machen. Er plant frühzeitig, verteilt die 30 Stunden auf mehrere Blöcke und kombiniert Präsenz mit E-Learning. Das Ergebnis: weniger Stress, mehr Lerneffekt und eine lückenlose Nachweisführung.

Gesetzliche Grundlage: Warum 30 Stunden Pflicht sind

Die jährliche Fortbildungspflicht für Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter ergibt sich aus den Landesrettungsdienstgesetzen (LandesRDG) der jeweiligen Bundesländer. In den meisten Ländern werden mindestens 30 Stunden pro Kalenderjahr gefordert. Die Vorgabe dient der Qualitätssicherung im Rettungsdienst und stellt sicher, dass alle Einsatzkräfte auf dem aktuellen Stand der notfallmedizinischen Wissenschaft bleiben. Wer die Fortbildungspflicht nicht erfüllt, riskiert arbeitsrechtliche Konsequenzen und im schlimmsten Fall den Verlust der Einsatzberechtigung.
Der Ärztliche Leiter Rettungsdienst (ÄLRD) legt in vielen Regionen einen verbindlichen Curriculum fest, der bestimmte Themen als Pflichtmodule definiert. Dazu gehören regelmäßig: Reanimation nach aktuellen ERC-Leitlinien, invasive Maßnahmen, Medikamentenmanagement, rechtliche Grundlagen und die Zusammenarbeit mit Leitstelle und Notaufnahme. Darüber hinaus gibt es Wahlmodule, mit denen individuelle Schwerpunkte gesetzt werden können. Die Verteilung zwischen Pflicht- und Wahlmodulen variiert je nach Rettungsdienstbereich und wird jährlich durch den ÄLRD aktualisiert.

Was das ÄLRD-Curriculum 2026 umfasst

1

Pflichtmodul Reanimation

Aktualisiertes Training nach den ERC-Leitlinien 2025, einschließlich Crew Resource Management während der Reanimation, Einsatz mechanischer Reanimationshilfen und strukturierte Nachbesprechung (Debriefing) nach jedem Reanimationseinsatz. Besonderer Fokus auf die Teamdynamik bei der Reanimation und die Integration der Leitstellenreanimation.

2

Pflichtmodul Atemwegsmanagement

Videolaryngoskopie als Standard, supraglottische Atemwegshilfen (Larynxtubus, i-gel), chirurgischer Atemweg (Koniotomie) im Notfall, Entscheidungsalgorithmus bei schwierigem Atemweg und praktisches Training an Simulatoren. Neu 2026: Integration der Kapnografie als Standardüberwachung nach Atemwegssicherung.

3

Pflichtmodul Medikamentenmanagement

Sichere Anwendung der freigegebenen Notfallmedikamente, Dosisberechnungen unter Stress, 5R-Regel (richtiger Patient, richtiges Medikament, richtige Dosis, richtiger Zeitpunkt, richtiger Applikationsweg) und Fehlervermeidungsstrategien. Besonderer Schwerpunkt auf pädiatrische Dosierungen und die sichere Anwendung von Analgetika im Rettungsdienst.

4

Pflichtmodul Einsatztaktik und Kommunikation

Strukturierte Übergabe (SBAR-Schema), Kommunikation mit der Leitstelle, Zusammenarbeit mit Notaufnahmen, Einsatzstellenmanagement bei Großschadenslagen und rechtliche Rahmenbedingungen der Notkompetenz. Ergänzt 2026 durch Szenarien zur Zusammenarbeit mit dem Telenotarzt.

Flexible Formate: So organisieren Sie Ihre Fortbildung effizient

Präsenzseminare

Ganztägige oder halbtägige Workshops mit praktischem Training an Simulatoren und Übungsphantomen. Ideal für invasive Maßnahmen und Teamtraining. Direkte Rückmeldung durch erfahrene Dozenten.

E-Learning-Module

Flexible Onlinekurse für theoretische Inhalte wie Pharmakologie, Rechtskunde oder Leitlinien-Updates. Können zeitlich unabhängig absolviert werden und bieten interaktive Wissenschecks.

Blended Learning

Kombination aus Online-Vorbereitung und Präsenz-Praxistag. Reduziert die Präsenzzeit und ermöglicht eine intensive Vorbereitung auf praktische Übungen. Optimal für berufstätige Rettungskräfte.

Simulationstraining

Realitätsnahe Szenarien in Simulationszentren mit Videofeedback und strukturiertem Debriefing. Besonders wertvoll für seltene, kritische Einsatzlagen wie Kindernotfälle oder Traumaversorgung.

Dokumentation und Nachweisführung

Die lückenlose Dokumentation aller Fortbildungsstunden ist unverzichtbar. Arbeitgeber im Rettungsdienst sind verpflichtet, die Erfüllung der Fortbildungspflicht zu überwachen und nachzuweisen. Für jede absolvierte Fortbildung sollten folgende Informationen dokumentiert werden: Datum, Dauer, Thema, Name des Referenten oder der Referentin, Art der Veranstaltung (Präsenz, Online, Blended) und eine Teilnahmebestätigung mit Unterschrift oder digitalem Zertifikat.
Viele Rettungsdienstbereiche setzen inzwischen digitale Fortbildungsportale ein, die eine automatische Stundenerfassung und Zertifikatsverwaltung ermöglichen. Ein persönliches Fortbildungskonto gibt jederzeit Überblick über den aktuellen Stand und erleichtert die Planung. Empfehlung: Legen Sie sich eine eigene digitale oder analoge Fortbildungsmappe an und sichern Sie alle Nachweise zeitnah nach Abschluss jeder Veranstaltung.
Jährliche Pflichtfortbildung30Stunden pro Kalenderjahr

Selbstcheck

Kenne ich die Fortbildungspflicht meines Bundeslandes und die geforderte Stundenzahl?

Habe ich die Pflichtmodule des ÄLRD-Curriculums für 2026 identifiziert?

Plane ich meine Fortbildungsstunden frühzeitig über das gesamte Jahr verteilt?

Nutze ich verschiedene Formate (Präsenz, E-Learning, Simulation) zur optimalen Vorbereitung?

Dokumentiere ich jede absolvierte Fortbildung lückenlos mit Teilnahmebestätigung?

Bin ich mit den aktuellen ERC-Leitlinien und den freigegebenen Algorithmen meines ÄLRD vertraut?

Habe ich meine Fortbildungsmappe auf dem neuesten Stand?

🚑

Nächster Schritt: Fortbildung

Planen Sie Ihre Pflichtfortbildung 2026 jetzt und sichern Sie sich Ihren Platz in unseren anerkannten Seminaren. Alle Module erfüllen die Anforderungen der Landesrettungsdienstgesetze und werden vom ÄLRD anerkannt. Kombinieren Sie Präsenz und E-Learning für maximale Flexibilität. Jetzt informieren unter /seminare/refresher-kurse.

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