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Strahlenschutz-Aktualisierung 2026: Was MTR wissen müssen

Fachkunde-Aktualisierung nach §48 StrlSchV: Anforderungen, neue Dosisreferenzwerte und verfügbare Formate. So bleibt Ihr Team compliant.

DTDennis Tefett|10 Min Lesezeit|Feb 2026Kostenlos
StrahlenschutzFachkundeStrlSchVAktualisierung
🔬

Aus der Praxis

MTR-Fachkraft Anna bemerkt beim Blick in ihren Fortbildungskalender, dass ihre Strahlenschutz-Aktualisierung in sechs Monaten fällig ist. Das letzte Mal hat sie die Aktualisierung kurz vor Fristende in einem hektischen Tagesseminar absolviert und kaum etwas behalten. Dieses Mal plant sie vorausschauend: Sie informiert sich über die neuen Inhalte 2026, wählt ein Blended-Learning-Format und reserviert sich bewusst Lernzeit im Dienstplan.

Rechtliche Grundlage: §48 Strahlenschutzverordnung

Die Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) verpflichtet in §48 alle Personen, die im Bereich ionisierender Strahlung tätig sind, zur regelmäßigen Aktualisierung ihrer Fachkunde. Der Aktualisierungszyklus beträgt fünf Jahre. Wer die Frist versäumt, verliert die Fachkunde und damit die Berechtigung, eigenständig am Patienten zu arbeiten. Die zuständige Behörde (in der Regel das Landesamt für Umwelt oder die Ärztekammer) überwacht die Einhaltung. Arbeitgeber sind verpflichtet, die Aktualisierung zu ermöglichen und die Nachweise aufzubewahren.
Die Aktualisierung muss durch einen anerkannten Kursanbieter erfolgen und umfasst in der Regel 8 Unterrichtseinheiten. Anerkannte Formate sind Präsenzkurse, reine Onlinekurse (seit der Pandemie in den meisten Bundesländern zugelassen) und Blended-Learning-Formate. Die Kosten werden in den meisten Fällen vom Arbeitgeber getragen. Eine frühzeitige Planung stellt sicher, dass die Frist nicht versäumt wird und ein geeigneter Kurs verfügbar ist.

Neue Schwerpunkte der Aktualisierung 2026

1

Aktualisierte diagnostische Referenzwerte (DRW)

Das Bundesamt für Strahlenschutz hat 2025 neue diagnostische Referenzwerte für CT-Untersuchungen veröffentlicht. Diese Werte dienen als Orientierung für eine dosisoptimierte Bildgebung und müssen von allen MTR im Arbeitsalltag berücksichtigt werden. Die neuen DRW für häufige Untersuchungen wie CT-Thorax, CT-Abdomen und CT-Schädel werden im Kurs detailliert vermittelt und mit den bisherigen Werten verglichen.

2

ALARA-Prinzip in der Praxis

Das ALARA-Prinzip (As Low As Reasonably Achievable) bildet weiterhin die Grundlage des praktischen Strahlenschutzes. Im Aktualisierungskurs 2026 wird besonderer Wert auf die praktische Umsetzung gelegt: Wie optimiere ich Protokolle, wie nutze ich dosisreduzierende Techniken (iterative Rekonstruktion, automatische Belichtungskontrolle) und wie dokumentiere ich meine Optimierungsbemühungen?

3

Neuerungen im Strahlenschutzrecht

Seit der letzten Aktualisierung sind mehrere Änderungen in Kraft getreten: erweiterte Aufzeichnungspflichten, neue Regelungen zur Teleradiologie und aktualisierte Vorgaben für die Qualitätssicherung in der Röntgendiagnostik. Diese rechtlichen Neuerungen werden im Kurs systematisch aufbereitet und mit Praxisbeispielen veranschaulicht.

4

Patientenindividueller Strahlenschutz

Der Trend geht weg von pauschalen Schutzmaßnahmen (z.B. Bleischürzen bei Patienten) hin zu einer individuellen Nutzen-Risiko-Abwägung. Die aktuellen Empfehlungen zu Patientenschutzmaßnahmen, die Rolle der rechtfertigenden Indikation und die Kommunikation von Strahlenrisiken mit Patienten sind zentrale Themen der Aktualisierung 2026.

Aktualisierungszyklus5Jahre gemäß §48 StrlSchV

Formate und Kosten im Vergleich

Präsenzkurs

Klassisches Tagesseminar mit 8 Unterrichtseinheiten. Vorteil: direkter Austausch mit Dozenten und Kolleginnen. Kosten: zwischen 150 und 300 Euro je nach Anbieter und Region. Ideal für den persönlichen Erfahrungsaustausch.

Onlinekurs

Vollständig digitale Aktualisierung, zeitlich flexibel absolvierbar. Vorteil: kein Reiseaufwand, eigenes Lerntempo. Kosten: zwischen 100 und 200 Euro. In den meisten Bundesländern als gleichwertige Aktualisierung anerkannt.

Blended Learning

Kombination aus E-Learning-Modulen und kurzem Präsenztag. Vorteil: effiziente Vorbereitung online, vertiefende Diskussion in Präsenz. Kosten: zwischen 120 und 250 Euro. Optimales Verhältnis von Flexibilität und Tiefe.

Dokumentation und Fristen

Die Dokumentation der Fachkunde-Aktualisierung ist nicht nur eine rechtliche Pflicht, sondern auch ein Schutz für MTR im Haftungsfall. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Sie eine Bescheinigung, die den Umfang, die Inhalte und das Datum der Aktualisierung bestätigt. Diese Bescheinigung muss dem Arbeitgeber vorgelegt und in der Personalakte aufbewahrt werden. Zusätzlich empfiehlt sich eine eigene Kopie für die persönliche Fortbildungsmappe. Die nächste Aktualisierung ist dann innerhalb von fünf Jahren nach dem Datum der letzten erfolgreichen Aktualisierung fällig.

Selbstcheck

Weiß ich, wann meine aktuelle Fachkunde ausläuft und bis wann die Aktualisierung erfolgen muss?

Kenne ich die aktuellen diagnostischen Referenzwerte für die CT-Untersuchungen, die ich regelmäßig durchführe?

Kann ich das ALARA-Prinzip konkret auf meine tägliche Arbeit am Gerät anwenden?

Bin ich über die rechtlichen Neuerungen im Strahlenschutz seit der letzten Aktualisierung informiert?

Weiß ich, welche Aktualisierungsformate in meinem Bundesland anerkannt sind?

Habe ich die Kostenübernahme mit meinem Arbeitgeber geklärt?

Ist meine Fachkunde-Bescheinigung sicher aufbewahrt und dem Arbeitgeber vorgelegt?

🔬

Nächster Schritt: Fortbildung

Aktualisieren Sie Ihre Strahlenschutz-Fachkunde rechtzeitig und komfortabel. Unsere Kurse erfüllen alle Anforderungen nach §48 StrlSchV und sind in allen Bundesländern anerkannt. Wählen Sie zwischen Präsenz, Online und Blended Learning. Jetzt informieren unter /seminare/refresher-kurse.

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