Refresher Zentrum

Sturzprophylaxe

Stürze erkennen, vermeiden und richtig handeln

Von Dennis Tefett | 2026

Intrinsische Risikofaktoren (personenbezogen)

FaktorErklärungBeispiel
Alter über 65 JahreNachlassende Muskelkraft und BalanceSarkopenie, Presbyopie
GangstörungenUnsicheres GangbildParkinson, Polyneuropathie
SehstörungenEingeschränkte visuelle OrientierungKatarakt, Makuladegeneration
Kognitive EinschränkungenFehleinschätzung der eigenen FähigkeitenDemenz, Delir
InkontinenzEile beim ToilettengangDranginkontinenz
SturzangstEinschränkung der Mobilität aus AngstPost-Fall-Syndrom

Extrinsische Risikofaktoren (umgebungsbezogen)

FaktorErklärungMaßnahme
StolperfallenLose Kabel, Teppichkanten, nasse BödenBeseitigen, markieren
BeleuchtungUnzureichende Beleuchtung besonders nachtsNachtlicht, Bewegungsmelder
SchuhwerkOffene oder rutschige SchuheFestes, rutschfestes Schuhwerk
HilfsmittelFehlende oder falsch eingestellte GehhilfenRollator/Gehstock anpassen
Bett/MobiliarZu hohe oder zu niedrige BettenBetthöhe individuell anpassen

Sturzfördernde Medikamente

MedikamentengruppeRisikoBeispiele
BenzodiazepineSedierung, SchwindelDiazepam, Lorazepam
AntihypertensivaOrthostatische HypotonieACE-Hemmer, Betablocker
DiuretikaElektrolytstörungen, SchwindelFurosemid, HCT
NeuroleptikaGangstörungen, EPSHaloperidol, Risperidon
OpioideSedierung, VerwirrtheitMorphin, Fentanyl

Prüfungswissen

Polypharmazie (5+ Medikamente) erhöht das Sturzrisiko deutlich! Bei jedem Sturz: Medikamentenplan prüfen und mit dem Arzt besprechen.