Eigenarbeit I · Beispielsituation · Tag 1

Arbeitsblatt 1: Anatomie-Puzzle

Bearbeitungszeit rund 30 Minuten · Einzel- oder Gruppenarbeit · danach Vorstellung
Name:Gruppe:Datum:

Aufgabe 1: Den oberen Oberschenkel und das Hüftgelenk benennen

Ordnen Sie jeden Begriff aus dem Wortpool der richtigen Beschreibung zu. Tragen Sie den Begriff in die rechte Spalte ein.

Wortpool: Hüftkopf · Schenkelhals · großer Rollhügel · Acetabulum · Labrum · Gelenkkapsel · Periost · Kompakta · Spongiosa
BeschreibungBegriff
Runde Kugel ganz oben am Femur, liegt in der Pfanne
Schmale Stelle unter dem Kopf, die Schwachstelle im Alter
Knochenvorsprung außen, an dem Muskeln ansetzen
Gelenkpfanne im Becken
Faserknorpellippe, die die Pfanne vertieft
Hülle aus festem Bindegewebe um das Gelenk
Gut durchblutete, schmerzempfindliche Knochenhaut
Feste Außenschicht, gibt dem Knochen die Härte
Schwammartige Innenschicht aus Bälkchen

Aufgabe 2: Gelenkarten zuordnen

Verbinden Sie jede Gelenkart mit dem passenden Beispiel. Tragen Sie den Buchstaben ein.

GelenkartBeispiel (Buchstabe)
1. Kugelgelenk
2. Scharniergelenk
3. Drehgelenk
4. Sattelgelenk
5. Eigelenk
6. Planes Gelenk
Beispiele: A Ellenbogen · B Hüfte und Schulter · C Daumen · D Handgelenk · E Kreuz-Darmbein-Gelenk · F Drehung von Kopf oder Speiche

Aufgabe 3: In einem Satz erklären

Warum bricht der Schenkelhals im Alter so leicht? Schreiben Sie genau einen vollständigen Satz.

Eigenarbeit II · Beispielsituation · Tag 1

Arbeitsblatt 2: Frakturzeichen-Detektiv

Bearbeitungszeit rund 45 Minuten · Gruppenarbeit · danach Vorstellung im Plenum
Name:Gruppe:Datum:
Fallbeispiel: Herr Adler, 71 Jahre, ist beim Spaziergang über eine Bordsteinkante gestolpert und auf die linke Hüfte gestürzt. Beim Eintreffen finden Sie folgende Befunde: Das linke Bein wirkt kürzer als das rechte und ist nach außen gedreht. Herr Adler klagt über starke Schmerzen in der Leiste. Die Hüfte ist geschwollen, es zeigt sich ein Bluterguss. Er kann nicht aufstehen und das Bein nicht belasten. Die Haut über der Hüfte ist unverletzt. Beim vorsichtigen Lagern bemerken Sie eine deutliche Fehlstellung.

Aufgabe 1: Befunde sortieren

Tragen Sie jeden Befund aus dem Fall in die richtige Spalte ein.

Sichere FrakturzeichenUnsichere Frakturzeichen

Aufgabe 2: Begründen und bestimmen

  1. Begründen Sie in einem Satz, warum die Fehlstellung ein sicheres Zeichen ist.
  2. Ist die Fraktur von Herrn Adler offen oder geschlossen? Begründen Sie.
  3. Welche Frakturart nach Entstehung liegt am ehesten vor und warum?

Aufgabe 3: Hinter den Bruch schauen

Welche drei Dinge kontrollieren Sie bei jeder Fraktur, um Begleitverletzungen zu erkennen? Nennen Sie die drei Wörter.

Lösungen, nur für die Lehrkraft

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Arbeitsblatt 1, Aufgabe 1

Hüftkopf, Schenkelhals, großer Rollhügel, Acetabulum, Labrum, Gelenkkapsel, Periost, Kompakta, Spongiosa (in der Reihenfolge der Beschreibungen).

Arbeitsblatt 1, Aufgabe 2

1 Kugelgelenk = B · 2 Scharniergelenk = A · 3 Drehgelenk = F · 4 Sattelgelenk = C · 5 Eigelenk = D · 6 Planes Gelenk = E.

Arbeitsblatt 1, Aufgabe 3

Beispielsatz: Der Schenkelhals ist schmal und trägt das Körpergewicht, und durch die Osteoporose im Alter wird seine schwammige Spongiosa porös, sodass er schon bei einem Sturz aus dem Stand bricht.

Arbeitsblatt 2, Aufgabe 1

Sichere Zeichen: verkürztes Bein, Außenrotation, deutliche Fehlstellung (alles Ausdruck der Fehlstellung).
Unsichere Zeichen: starke Schmerzen, Schwellung, Bluterguss, fehlende Belastbarkeit (Funktionseinschränkung).

Arbeitsblatt 2, Aufgabe 2

1. Die Fehlstellung beweist den Bruch, weil der Knochen nur durch eine Unterbrechung seiner Kontinuität in eine unnatürliche Achse geraten kann.
2. Geschlossen, denn die Haut über der Hüfte ist unverletzt.
3. Am ehesten eine Mischung aus traumatisch und pathologisch: ein Sturz (Trauma) trifft auf einen im Alter osteoporotisch geschwächten Knochen.

Arbeitsblatt 2, Aufgabe 3

Durchblutung, Motorik, Sensibilität (kurz DMS).